Montag, 23. Januar 2017

Puerto Montt

Ein wunderbarer Ausflug in Puerto Montt



Nach dem windigen Seetag zeigt sich das Wetter heute von seiner besten Seite, die Sonne scheint und der blaue Himmel verspricht einen herrlichen Tag, so dass wir vor unserem geplanten Ausflug im Freien frühstücken wollen.
Dazu kommt es aber nicht mehr, da zwei unserer Kreuzfahrtfreunde so taff beim Anstellen für die Tendertickets waren, dass sie die Nummer 2 erwischt haben und wir 1 Stunde vor der eigentlich geplanten ersten Austenderung schon aufgerufen werden. Schnell einen Schluck Kaffee und ein Brötchen in die Hand, dann sitzen wir auch schon im Boot und erreichen Puerto Montt in Chile.

Im Hafengebäude erwartet uns unsere sehr freundliche Ausflugsleiterin Sigrid, Abkömmling deutscher Auswanderer in der dritten Generation, Lehrerin und Farmerin. Sie wird uns in den nächsten Stunden in fehlerfreiem Deutsch eine Menge über Land, Leute und das Leben hier erzählen.  Was uns wohl allen vorher nicht klar ist und uns daher besonders beeindruckt, ist die Tatsache, dass es so viele deutsche Einwanderer in Chile gab und das Land durch sie so stark geprägt worden ist. Das zeigt sich an so vielen deutschen Namen, die wir unterwegs entdecken und an Gebräuchen, von denen Sigrid uns erzählt.

Puerto Montt wird auch das "nördliche Tor nach Patagonien" genannt, da viele Fahrten in den Süden Chiles und nach Patagonien hier beginnen. Ebenso kamen viele Besiedler des Ortes und der Umgebung vor über 150 Jahren aus Deutschland hier an. 
Wir halten am Plaza de Armas, hier wird mit Standbildern unter anderem an
den Begründer der Stadt erinnert,  Vincente Perez Rosales wie auch



    
an die Ankunft der deutschen Siedler. Ab 1848 hatte Präsident Manuel Montt die Einwanderung von Deutschen gefördert und am 22. November des Jahres 1852 kamen die ersten 200 deutschen Immigranten in das heutige Puerto Montt. Mit ihrer Geschicklichkeit und ihrer Arbeitskraft trugen sie viel zur Entwicklung dieser Region bei.


 Die Kathedrale : Der Anblick erinnert an wenig an das mächtige Parthenon in Athen, so ist sie fast einzigartig unter den chilenischen Kirchen. Erbaut im Jahre 1856 ausschließlich aus Holz ist die  sie auch das älteste Gebäude in Puerto Montt.

Vicente Pérez Rosales bewahrte im Innern die Gründungsakte der Stadt auf. Außerdem befindet sich in einer ihrer Säulen der Gründungstein von Puerto Montt. 



 Vom Aussichtspunkt Manuel Montt aus haben wir
einen wunderschönen Panoramablick
über die Reloncavibucht und die Stadt.



Sigrid erklärt uns die Wege, die die Siedler damals freilegen mussten und Gegenden,
die auch heute noch unberührt sind. Dann geht es weiter in Richtung Varas und dem LLanquihue See.



               Bei einer kleinen Lama-Farm ist Gelegenheit zur Kaffee-und Toilettenpause.




Dann fahren wir durch herrliche Landschaft weiter. Im Vicente Perez Rosales Nationalpark machen wir einen kleinen Spaziergang durch grünen Regenwald.








 An den Stromschnellen des Petrohueflusses machen wir einen Fotostopp.








  und am Ufer des Todos los Santos-Sees erblicken wir den mächtigen Vulkan Osorno und warten, ob er sich wohl in voller Schönheit zeigt. Den Gefallen tut er uns aber (noch) nicht. Das Wasser lockt zum baden, aber da ich vorher gelesen habe, dass es zu kalt ist, habe ich keinen Badeanzug mit.



Ein wunderbarer Halt ist die Laguna Verde und hier, ausgerechnet hier vor der schönen  Kulisse der "Saltos de Petrohue" verschwinden die Wolken für einen langen Moment und wir können den Osorno ganz betrachten. 









Petroue bedeutet  "Ort der Rauchwolken", da durch den starken Sturz des Wasser der Eindruck von Rauch entsteht. Diese Wasserfälle sind durch die speziellen Landschaftsformen des Vulkangesteins zustande entstanden und sehr beeindruckend.



                                                                    

Nach diesem Naturerlebnis fahren wir noch in das Städtchen Varas, allerdings ist der Aufenthalt hier ein wenig knapp.
Wir hätten noch ein wenig länger die Strandpromenade entlang bummeln können, aber unser Schiff wartet schon auf uns. 









Mit einem erfrischenden Bad, einem ebenso erfrischenden Cocktail fühlen wir uns rasch wieder fit und können die traumhafte Hafen-Ausfahrt genießen.








Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen